
Der stationäre Handel nimmt seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette Holz ein – als unverzichtbares Bindeglied zwischen Produzenten, Zulieferern und Markt. Neben seinen logistischen und marktwirtschaftlichen Aufgaben trägt er auch eine
wachsende Verantwortung. Produkte werden sorgfältig geprüft, bevor sie ins Lager oder in den Verkauf gelangen, und die Einhaltung zunehmend komplexer Regulierungen und gesetzlicher Vorgaben stellt hohe Anforderungen an die Sorgfaltspflicht.
Doch nicht nur Gesetze und Normen prägen das Tagesgeschäft. Auch der rasante Wandel im Markt verlangt, dass sich der Handel kontinuierlich weiterentwickelt. Gut ausgebildete Mitarbeitende, hohe Fachkompetenz und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sind entscheidend,
um den Erwartungen von Kundschaft und Lieferanten gerecht zu werden.
Holzwerkstoffe Schweiz (HWS) verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern und Partnern zu stärken, den Wissenstransfer innerhalb der Branche zu fördern und durch Netzwerke sowie Kooperationen gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Auf diese Weise
soll die Branche mit Blick auf bevorstehende gesetzliche Veränderungen und Markttrends nachhaltig gestärkt werden.
Viele Aufgaben des Verbandes laufen heute im Hintergrund ab und wirken auf den ersten Blick selbstverständlich. Genau hier setzte die Partnertagung an. Unter dem Motto «Gemeinsam handeln – voneinander lernen» bot sie spannende Einblicke in laufende Projekte
sowie praxisnahe Best-Practice-Beispiele aus dem Alltag des Holzwerkstoffhandels. Ziel war es, den Mehrwert des Verbandes für Mitglieder und Partner sichtbar zu machen und die inhaltlichen Schwerpunkte für die Zukunft aufzuzeigen.
Präsidentin Silvia Furlan eröffnete den Anlass mit einer Ansprache. Dem Motto entsprechend gliederte sich der Nachmittag in zwei thematische Blöcke: «Gemeinsam handeln» und «Voneinander lernen». Ausgewiesene Fachreferenten beleuchteten dabei aktuelle und relevante
Branchenthemen. So diskutiert Oliver Smart (Holzplatten AG) im «Holzchöpf» Podcast mit verschiedenen Persönlichkeiten aus der Branche, Michael Herzog (Herzog-Elmiger AG) sprach über die Herausforderungen vom Standortwechsel des Neubauprojekts HE Casa, Manuel
Ritz (HG Commerciale) zeigte Anwendungsmöglichkeiten künstlicher Intelligenz im Submissionsmanagement auf und Quentin Gurba (Artibois SA) präsentierte das Projekt «ReUse EcoCheeseWood».
Der Handel steht vor der Aufgabe, sich stetig zu erneuern und attraktive Services für Kunden und Zulieferer bereitzustellen. Kommunikation, Digitalisierung, Logistik und Nachhaltigkeit sind dabei zentrale Treiber. Der HWS-Partnertreff setzte wichtige Impulse
zu diesen Themen.
Durch den intensiven Wissenstransfer und den Austausch unter Mitgliedern und Partnern wurde deutlich: Voneinander zu lernen schafft eine wertvolle Grundlage, um die bevorstehenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Seit 1955 steht die Kuratle Group AG für Innovation, Qualität und Verlässlichkeit in der Holzbranche. Aus einem Familienunternehmen ist in sieben Jahrzehnten ein starker Partner für Kunden, Lieferanten und die Region gewachsen – getragen von Verantwortung, Weitsicht und Gemeinschaft.
Besonders beeindruckend ist die erfolgreiche Übergabe an die nächste Generation sowie das konsequente Engagement für nachhaltige Lösungen und soziale Projekte.
Wir gratulieren der Kuratle Group herzlich zu ihrem 70-jährigen Jubiläum – und wünschen weiterhin viel Erfolg, Innovationskraft und Freude am Werkstoff Holz!
Der Handel ist das zentrale Bindeglied in der Wertschöpfungskette Holz – zwischen Wald, Industrie und den verarbeitenden Holzgewerben. Als Schnittstelle zwischen Produzenten und Markt tragen wir eine entscheidende Verantwortung: Wir sorgen dafür, dass die für den Bau benötigten Materialien und Produkte zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und am richtigen Ort verfügbar sind.
Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um den Markt auf kurzen Wegen mit klimafreundlichen und zeitgemässen Produkten zu bedienen.
Mit der konsequenten Einhaltung der Sorgfaltspflicht prüfen und optimieren wir laufend unsere Prozesse. Neben der Materialversorgung übernimmt der Handel weitere wichtige Aufgaben, um einen reibungslosen Ablauf in der Wertschöpfungskette sicherzustellen – und schafft dabei vielfältige Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Schweiz.
Erleben Sie das live – an der Holz25 in Basel!
Fünf Tage lang präsentiert die führende Schweizer Branchenmesse die ganze Vielfalt der Holzverarbeitung. Hier treffen sich Fachbesucher aus der Holzbearbeitungsindustrie, informieren sich über Neuheiten und tauschen sich mit Spezialisten aus. Der Handel – als zentrales Bindeglied zwischen Produzenten und der verarbeitenden Industrie – spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Besuchen Sie die Holz25, treffen Sie unsere Mitglieder und Partner – und werden Sie schon im Vorfeld Teil der Bewegung #handwerkholz, der Kampagne für die Holzwirtschaft!
Der HWS gratuliert der Herzog-Elmiger AG herzlich zum 120-Jahr-Jubiläum und zur erfolgreichen Eröffnung des neuen Standorts in Obernau.
Mit grossem Weitblick, Innovationskraft und viel Engagement hat die fünfte Generation des Familienunternehmens einen eindrucksvollen Meilenstein gesetzt. Der Neubau verbindet Tradition mit Zukunft und zeigt, wie nachhaltige Entwicklung und starke regionale Verankerung Hand in Hand gehen können.
Wir freuen uns, dass die Herzog-Elmiger AG mit diesem Schritt ihre Erfolgsgeschichte weiterschreibt und der Zentralschweizer Holzbranche neue Impulse verleiht.
Der HWS wünscht weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die kommenden Jahrzehnte!

Die Holzhandelsverordnung (HHV) basiert auf dem revidierten Umweltschutzgesetz und ist seit dem 1. Januar 2022 in Kraft. Sie verbietet das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz und daraus gefertigten Produkten in der Schweiz.
Im Rahmen der laufenden Kontrollen zur Einhaltung der HHV lud das Bundesamt für Umwelt (BAFU) Vertreter der betroffenen Branchen zu einer Austauschplattform ein. Ziel war es, den Dialog zwischen dem BAFU, den Branchenverbänden und ihren Unternehmen zu fördern, ein gemeinsames Verständnis der gesetzlichen Vorgaben zu entwickeln und praxistaugliche Lösungen für die Umsetzung der HHV zu diskutieren.
Die HHV gilt für alle Marktakteure, die Holz oder Holzprodukte erstmals in Verkehr bringen. Konkret betrifft dies Holzimporteure, Holzwerkstoffhändler, Holzverarbeiter, die Papier- und Verpackungsindustrie, den Fach- und Detailhandel sowie Baumärkte und den Möbelfachhandel. Somit wird ein sehr breites Feld abgedeckt – vom Rohmaterial bis zum Endprodukt. Insgesamt sind rund 40'000 Unternehmen betroffen, davon etwa 15'000 aus der Holzbranche. Auch Unternehmen, die bereits verarbeitete oder zertifizierte Holzprodukte importieren, müssen die Sorgfaltspflichten erfüllen.
Aufgrund der vorbildlichen Einführung und Umsetzung der neuen Anforderungen im Bereich der Holzwerkstoffhändler wurde der HWS vom BAFU angefragt, sein Einführungskonzept im Rahmen dieser ersten Austauschplattform zu präsentieren.
Im ersten Teil der Veranstaltung standen die bisherigen Erfahrungen sowie die Kontrolltätigkeiten des BAFU im Fokus. Anschliessend präsentierte Silvia Furlan, Präsidentin des HWS, die Erfahrungen der Branche als praxistaugliche Best-Practice-Lösung.
Praxisnahe Umsetzung statt bürokratischer Belastung
Der Schweizer Holzwerkstoffhandel übernimmt Verantwortung – ganz ohne zusätzliche, komplexe Regulierung: Als Erstinverkehrbringer ist der Handel verpflichtet, die Legalität und Herkunft von Holzprodukten zu prüfen. Diese Anforderungen sind jedoch längst gelebte Praxis.
Seit Jahren orientiert sich die Branche an internationalen Standards wie der EUTR und setzt auf transparente Lieferketten. Herkunfts- und Ursprungsdaten sind integraler Bestandteil moderner ERP und PIM-Systeme. Für viele Unternehmen gehört es längst zum Alltag, die Legalität ihrer Produkte sicherzustellen – unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Die Branche steht für praxistaugliche, marktkonforme Lösungen anstelle ressourcenintensiver Bürokratie.
Bereits im Vorfeld der HHV-Einführung engagierte sich die HWS-Geschäftsstelle mit verschiedenen
Massnahmen:
Für viele HWS-Mitglieder bedeutete die Einführung der HHV keine grundlegende Umstellung, sondern
vielmehr die Bestätigung eines bereits etablierten, verantwortungsvollen Umgangs mit Holz.
Die Generalversammlung des Verbands Holzwerkstoffe Schweiz fand dieses Jahr am 23. Mai in Martigny statt. Der offizielle Teil verlief geordnet und effizient – den Vorstandsmitgliedern wurde herzlich für ihr Engagement gedankt. Präsidentin Silvia Furlan und Vizepräsident Manfred Arnold nutzten die Gelegenheit, um einen Rückblick auf die Aktivitäten des Jahres 2024 zu geben und einen Ausblick auf die geplanten Vorhaben im kommenden Jahr zu werfen.
Im Anschluss an den statutarischen Teil sprach Martin Langen über die Entwicklungen im Schweizer Bauwesen bis 2026 und deren Auswirkungen auf die Holzwerkstoffbranche. Danach folgte eine vielschichtige Einschätzung der Marktlage aus unterschiedlichen Perspektiven: Roger Braun, CEO der Swiss Krono AG, und Fabio Grazia, Country Manager Schweiz bei James Hardie GmbH, beleuchteten die Sicht der Partnerunternehmen. Ergänzt wurden diese Einblicke durch zwei spannende Beiträge von Basil Gasser, Mitglied des Zentralvorstands des VSSM, und Hansjörg Steiner, Präsident von Holzbau Schweiz.
Beim gemeinsamen Abendessen und der historischen Stadtführung durch das römische Martigny am folgenden Morgen bot sich den über 80 Teilnehmenden reichlich Gelegenheit zum Austausch und zur Pflege neuer wie bestehender Kontakte.











