«Mit Schweizer Holzbau einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Speicherung von CO2 leisten». Unter diesem Titel hat der Grüne Nationalrat Andrey Gerhard gemeinsam mit acht Mitunterzeichnenden aus allen politischen Lagern des Eidgenössischen Parlaments in einer Interpellation Fragen an den Bundesrat gerichtet. Der Freiburger stellt fest, dass in der Schweiz ein «eigentlicher Boom beim Bauen mit Holz» im Gange ist. Zu einem beträchtlichen Teil basiere dieser Boom jedoch auf importierten Holzprodukten. Ein Grund dafür macht er bei den «fehlenden Industriekapazitäten» aus. Vom Bundesrat möchten die Interpellanten nun wissen, wie das Schweizer Holz wieder stärker genutzt werden kann. So fragt Gerhard: «Welche Art von Anreizen ist der Bundesrat bereit zu schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit inländischer Holzbauprodukte zu steigern?»

Kompensation mit HWS?

Das Instrument der CO2-Kompensation beim Einsatz von Schweizer Holz werde heute von der Waldwirtschaft und der Holzindustrie genutzt, stellt Gerhard fest. Und stellt die Frage, ob dieses auf die gesamte Wertschöpfungskette ausgedehnt werden könnte. Insbesondere möchten der Nationalrat und die Mitunterzeichnenden wissen, warum die Branchen des Schweizer Holzbaus und des Verbandes Holzwerkstoffe Schweiz nicht berücksichtigt werden.

Der Vorstoss wünscht auch eine Meinung des Bundesrats zur Idee die Anforderungen an das Label Schweizer Holz anzupassen, damit auch Holzbauprodukte, welche im benachbarten Ausland aus Schweizer Holz produziert werden, anerkannt werden können. Diese Frage wird innerhalb des Dachverbandes Lignum seit Längerem kontrovers diskutiert.

Mehr Holz ins Gebäudeprogramm

Ein zweiter Vorstoss zum «Potenzial von Holz zur Erreichung der Klimaziele von Paris» wurde von Florence Brenzikofer (Grüne, Basel-Land) eingereicht. Ihre Interpellation haben 12 Parlamentarier aus den Parteien Grüne, SP und SVP mitunterzeichnet. Sie interessieren sich für die Frage, welchen Beitrag der Baustoff Holz an die nötigen CO2-Sparanstrenungen der Schweiz leisten kann. Und mit Blick in die Zukunft wird der Bundesrat im Vorstoss bereits gefragt, ob er bereit sei das Gebäudeprogramm konsequenter auf die Förderung von energieeffizienten Holzbauten auszurichten. Gemäss Brenzikofer zeigten Studien, dass der Bau mit einer Tonne Holz statt einer Tonne Beton zu einer durchschnittlichen Verringerung von 2,1 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen führen könnte – «berechnet über den gesamten Lebenszyklus des Produktes einschliesslich Verwendung und Entsorgung».

In Nachbarländern der Schweiz seien bereits Massnahmen zur Förderung des Holzes als Baustoff und Forschungsprogramme lanciert worden. «Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um das Klimaschutzpotenzial von Holz für die Schweiz zu nutzen», fragen die Interpellanten. Auf die Antworten des Bundesrates darf man gespannt sein…

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